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Alles über Whey: Was ist es und was bringt es mir?

Du findest sie überall: Die großen Pötte mit der Aufschrift „WHEY“. Das weiße Pulver wird als die Crème de la Crème aller Proteine betrachtet. Aber was genau ist Whey eigentlich und was macht diese spezifische Proteinquelle so unglaublich beliebt?

Whey ist ein Nebenprodukt aus der Käseherstellung. Das Ergebnis dieses komplizierten Verfahrens ist ein echtes Geschenk für Sportler: ein vollständiges Proteinpulver. Es wird als das beste existierende Proteinpulver betrachtet. Misch Whey-Protein mit Milch oder Wasser und du erhältst den gängigsten Begriff in allen deutschen Fitnessstudios: den Proteinshake.

Aber wenn du Whey kaufst, wirst du mit einer Auswahl an zahlreichen unterschiedlichen Proteinsorten konfrontiert. Die bekanntesten darunter sind Whey-Konzentrat, Whey-Isolat und Whey-Hydrolysat. Aber was ist der Unterschied?

Konzentrat, Isolat, Hydrolysat … ähm, was?

Whey-Konzentrat ist von diesen Dreien die meistverkaufte Whey-Form. Konzentrat hat einen Proteinanteil von bis zu 80 %. Der übrige Teil besteht aus Kohlenhydraten, Fetten und Ballaststoffen.

Wenn man Whey-Konzentrat noch weiter verfeinert, erhält man eine noch reinere Form von Whey: Isolat. Dieses Pulver hat einen höheren Proteinanteil als Konzentrat und besteht zu über 85 % aus Eiweiß. Ein weiterer Vorteil der zusätzlichen Reinigung ist, dass Whey-Isolat weniger Kohlenhydrate (einschließlich Lactose), Fette und Ballaststoffe enthält.

Hydrolysat ist die reinste Form von Whey. Diese Form wurde mit Enzymen ergänzt und kann vom Körper direkt resorbiert werden. Das macht Hydrolysat zum beliebtesten Whey bei Menschen mit Lactoseintoleranz.

Wir hören dich schon denken: „Warum ist Konzentrat die beliebteste Form, wenn man sich auch für das proteinreichere Isolat oder Hydrolysat entscheiden kann?“ Dafür gibt es zwei gute Gründe: ein besserer Geschmack und eine bessere Löslichkeit. Konzentrat schmeckt besser, da es mehr Kohlenhydrate und Fette enthält. Zudem lässt sich dieses Pulver besser mit Wasser oder Milch mischen. Der letzte Aspekt macht es deutlich angenehmer deinen Shake zu trinken.

Wenn deine Priorität auf einem höheren Proteinanteil und einer besseren Resorption liegt, dann sind Whey-Isolat oder Whey-Hydrolysat die bessere Wahl. Sie haben den geringsten Anteil an Fetten und Kohlenhydraten, was sie ideal für Menschen macht, die auf Diät sind.

Ist Whey wirklich notwendig?

Widerstandstrainings wie Gewichtheben, CrossFit, Radfahren und Schwimmen verursachen kleine Risse in deinen Muskeln. Diese sind die Ursache für Muskelkater. Proteine spielen eine essenzielle Rolle, um diese Risse wiederherzustellen und infolgedessen stärker zu werden.

Für eine optimale Erholung muss ein ernsthafter Sportler etwa 1,7 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht einnehmen. Das heißt, dass eine Person mit 80 Kilogramm Körpergewicht etwa 130 bis 140 Gramm Eiweiß einnehmen sollte. Zur Verdeutlichung: Das entspricht etwa 20 Eiern, 600 Gramm Hühnchen, 700 Gramm Nüssen oder 2000 Gramm Quark.

Der große Vorteil von Whey liegt darin, dass du deine Proteineinnahme schnell und einfach erhöhen kannst – deutlich schneller als mit Nahrung. Ein mit Wasser zubereiteter Shake enthält im Schnitt pro Dosis 22 Gramm Eiweiß und nur 120 kcal. Zum Vergleich: Drei hartgekochte Eier enthalten im Schnitt 22 Gramm Eiweiß und 230 kcal. Du siehst also, dass neben dem Komfort auch die geringere Kalorienmenge ein weiterer Vorteil von Proteinhakes ist.

Wieviel Whey benötige ich?

Deine Ernährung ist die Basis, Supplemente wie Whey sind „nur“ das Extra. Verwechsle das nicht! Wenn du weißt wie viele Proteine du pro Tag über die Nahrung aufnimmst, dann weißt du auch wie viele Proteine du noch einnehmen solltest, indem du mehr isst – oder Whey verwendest.

Schon gewusst …

  • Ein Gramm Eiweiß enthält nur 4 kcal, wohingegen Fett 9 kcal enthält.
  • Tierische Proteine wie Whey haben ein vollständiges Aminosäureprofil.
  • Veganer sollten Whey-Protein vermeiden, da es sich um ein tierisches Produkt handelt.

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